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 Betreff des Beitrags: Die meisten Katzen wissen instinktiv...
BeitragVerfasst: 18.10.2012, 20:40 
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Das ging durch den Verteiler und es ist quasi aus dem Leben gegriffen:

Die meisten Katzen wissen instinktiv wie man

sich richtig zu benehmen hat. Da aber auch

Samtpfote nie auslernt, hier ein paar

Benimmregeln, um ihr Repertoire - bei uns im

besten Licht zu erscheinen - zu erweitern.



Mahlzeiten:



-

Friss niemals aus deiner eigenen Schüssel,

wenn du Essen vom Tisch klauen kannst.

-

Trinke niemals aus deiner Wasserschüssel,

wenn irgendwo ein Glas Wasser (oder besser

noch, mit Milch) steht, aus dem du trinken

kannst.

-

Jammere niemals vor Hunger bevor die Leute

das Futter aus dem Schrank nehmen. Schreie

dann aber so, als ob du seit Wochen nichts

mehr zu fressen bekommen hättest.

-

Sobald das Futter in der Schüssel ist, sollte

es erst mal ignoriert werden. Bevor du Dich

dann entschlossen hast zu fressen, verteile

grundsätzlich die ersten drei bis vier Happen

auf dem Boden vor der Fressnapfunterlage.



Gäste:



-

Setze eine überraschte und verletzte Mine

auf, wenn du beschimpft wirst, weil du nach

dem Essen auf dem Tisch zwischen dem Geschirr

spazieren gehst. Der Ausdruck sollte besagen:

„Aber wenn kein Besuch da ist, darf ich das

doch auch!“

-

Wenn du einen Schoß zum Sitzen aussuchst,

achte immer darauf, dass dieser auch einen

guten Kontrast zu deiner Fellfarbe abgibt.

Beispiel, eine weiße Katze sollte sich immer

auf dunkle Schöße setzen.

-

Begleite Gäste immer auf die Toilette und

beobachte, ob sie auch alles richtig machen.

-

Falls ein Gast sagen sollte, dass er Katzen

liebe, behandle ihn mit hochmütigem Stolz,

verhänge Deine Krallen in den Nylonstrümpfen

(falls zutreffend), beiße ihn in den

Fußknöchel oder wende eine Kombination der

aufgeführten Möglichkeiten an.

-

Krieche grundsätzlich in die vom Gast

mitgebrachten Taschen oder Aktenkoffer und

durchwühle sie sorgfältig. Der Gast muss sich

noch Wochen später über die darin

hinterlassenen Haare freuen können.



Türen:



-

Toleriere keine geschlossenen Türen! Um die

Tür zu öffnen, kann man entweder daran

kratzen oder dagegen schlagen. Sobald die Tür

geöffnet wird, darf man selbstverständlich

nicht durchgehen.

-

Nachdem du befohlen hast, dass eine nach

draußen führende Tür für geöffnet wird, stehe

auf der Schwelle, halb innen und halb außen

und fange an, über alles mögliche

nachzudenken. Das ist vor allem dann sehr

wichtig, wenn es draußen entweder sehr kalt

oder sehr heiß ist und während der

Schnaken-Hochsaison (für österreichische

Katzen: Gelsen-Hochsaison).

-

Handelt es sich um Terrassentüren, warte mit

der Kratzaktion bis diese frisch geputzt

sind. Dann warte, bis es regnet, gehe kurz

raus um Luft zu schnappen und wenn die Pfoten

dann schön matschig und nass sind, kannst du

anfangen, durch Kratzbewegungen gegen die

Scheibe, formschöne Bilder und Muster darauf

zu gestalten.



Waschtag:



-

Setzte Dich niemals in den Wäschekorb mit

dreckiger Wäsche, warte bis alles sauber ist

und vielleicht sogar noch warm vom Trockner.

Dies ist sehr wichtig, vor allem bei

Handtüchern.

-

Hilf stets beim Wäschezusammenlegen! Zeige es

den Menschen, wenn sie es deiner Meinung nach

nicht richtig gemacht haben, indem du die

Wäsche durch die Gegend schleifst.

-

Sei immer beim Bettenmachen behilflich! Laken

und Bettbezüge müssen angegriffen und

gebissen werden, um sie gefügig zu machen.



Büroarbeiten:



-

Wenn Deine Menschen beim Briefe schreiben

oder ähnlichem sind, setzte Dich immer auf

die Papiere, auf denen die gerade schreiben.

Wenn sie Dich herunterheben, beobachte sie

mit trauriger Mine.

-

Pass gut auf, ob vielleicht mit Tinte

geschrieben wird, sobald du noch feuchte

Tinte auf Papier siehst, setzte Dich darauf.

-

Nach dem zweiten Herunterheben musst du

anfangen, Kugelschreiber und Bleistifte vom

Tisch zu werfen. Aber bitte einzeln!

-

Schreibmaschinen sollte der Mensch nicht

alleine bedienen müssen. Setze Dich auf den

Schoß Deines Menschen und versuche die Typen

zu fangen. Wenn es an der zeit ist, Papier zu

zerbeißen, dann warte bis der Mensch ein

perfekt getipptes Blatt aus der Maschine

zieht.

-

Noch schöner sind Computer! Warte bis das

Telefon klingelt und der Mensch den Computer

verlässt und spiele „Katzen auf der

Tastatur“. Du wirst staunen, was du alles auf

dem Bildschirm sehen kannst.

-

Wenn jemand am Computer sitzt, rette ihn vor

Verspannungen. Schleich Dich heran, streck

Dich von hinten an die Lehne und zieh die

Krallen einmal knackend ins Leder. Der Mensch

springt auf, du wirst beachtet und er ist vor

Verspannungen bewahrt.



Übelkeit:



-

Tabuisieren wir es nicht länger. Übelkeit

kommt halt doch des Öfteren vor. Wenn du Dich

übergeben musst, ist es wichtig, dass du

schnell machst, es sei denn, du liegst schon

im Bett! Ansonsten versuch schnell ins Bett

zu kommen. Falls die Zeit knapp wird,

versuche einen Orientteppich zu erreichen,

ein normaler Teppichboden tut es auch.

Zumindest einen Sessel oder ein Sofa sollte

man erreichen. Unbedingt zu vermeiden ist es,

sich im Badezimmer, der Küche oder auf einem

sonstigen kalten, gefliesten Boden zu

übergeben. Ganz schlimm, wenn es einen auf

dem Katzenklo erwischt!



Zusammenleben mit den Menschen:



-

Als allgemeine Regel gilt, dass man sich

immer zu dem Menschen setzt, der beschäftigt

ist und nicht zu dem, der im Moment nichts

tut.

-

Liest einer deiner Menschen ein Buch oder

eine Zeitung, versuche immer, Dich darauf zu

setzen, wenn das nicht möglich ist, setze

Dich zwischen Buch und Gesicht.

-

Falls Dein Mensch strickt, setze sich ganz

brav auf seinen Schoß. Vergiss aber nicht, ab

und zu die Stricknadeln anzugreifen.

-

Wir Katzen wissen um die Wichtigkeit der

Hygiene und verwenden einen großen Teil des

Tages mit der akribischen Pflege unseres

Fells. Unsere fast nackten Schutzbefohlenen

jedoch, sind da arm dran! Ihre Zunge ist

degeneriert und eignet sich nicht mehr zur

Reinigung, so versuchen sie tapfer mit

anderen Hilfsmitteln, wie künstlichen Zungen,

auch Waschlappen genannt, unter der

missbräuchlichen Verwendung von Wasser (das

trinkt Katze doch höchstens) ihren nahezu

haarlosen Körper sauber zu halten. Es ist

unsere Aufgabe, sie dabei zu unterstützen und

ihnen so unsere tiefempfundene Fürsorge

zuteil werden zu lassen. Regelmäßiges

Gesichtabschlecken ist also unumgänglich! Am

einfachsten geht es, wenn sie schlafen, da

halten sie meist still.

-

Denke immer daran, Deinen Menschen ganz

besonders aufmerksam zu begrüßen, wenn er mit

gefüllten Einkaufstüten den ersten Schritt

über die Türschwelle macht. Werfe Dich ihm

direkt vor die Füße und sei fasziniert von

der menschlichen Grazie bei dem verzweifelten

Versuch, Dich nicht zu treten.

-

Denke daran, dass eine erfolgreiche Katze

immer gut ausgeruht ist, schlafe deshalb fast

den ganzen Tag, damit du nachts um 3 Uhr fit

bist, um auf dem Bett Bergsteigen oder

Mäusefangen zu spielen.



_________________
Ich mußte meinen Heiligenschein wieder abnehmen,er hat gegen die Hörner gedrückt.

Jede Nacht sitzt der Teufel an meinem Bett und bewundert sein Meisterwerk.
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