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 Betreff des Beitrags: Seniorin in Hemer wollte Hündin mit Hammer töten
BeitragVerfasst: 06.08.2014, 10:22 
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Hemer. Horror in einer Straße in Hemer. Eine Seniorin hat dort am Dienstagmorgen mit einem Hammer auf einen Hund eingeschlagen. Nachbarn hörten das Winseln des Tiers und alarmierten die Polizei. Die konnte die Seniorin stoppen - doch was sie den Beamten berichtete, war verwirrend.

Das verzweifelte Winseln und „Schreien“ einer Hündin schreckte die Anwohner der Brahmsstraße in Hemer gegen 9.50 Uhr auf. Mit einem Hammer schlug eine Seniorin am Dienstagmorgen auf einen kleinen Mischlingshund ein. Laut Aussage der alarmierten Polizei habe sie zunächst erklärt, gar keinen Hund zu haben. Die Beamten fanden das übel zugerichtete Tier dann aber angebunden am Zaun. Die 72-Jährige erklärte schließlich, dass es ein „Auftrag“ gewesen sei. Sie wollte die Hündin töten, weil die eigentlichen Besitzer kein Geld hätten, das Tier einschläfern zu lassen.

Die Hündin blutete und konnte nicht aus eigener Kraft aufstehen. Von Nachbarn wurde das Tier mit Wasser versorgt, bis Tierarzt Dr. Sülberg vor Ort war. Die Hündin wurde dann in der Praxis von Dr. Sülberg untersucht, ärztlich versorgt und ins Tierheim nach Iserlohn gebracht. Dort verbleibt sie zunächst. Das veranlasste Dr. Dorothee Klaas vom Kreisveterinäramt.

Verwirrende Angaben der Seniorin

Wem die Hündin, die von den Nachbarn vorher noch nie bei der Seniorin an der Brahmsstraße gesehen worden war, letztlich gehört, konnte am Dienstag nicht geklärt werden. Verwirrend waren die Angaben der Seniorin und einer anderen Frau, die sich meldete und angab, Pflegestelle für das Tier zu sein. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei laufen. Die 72-Jährige erwartet eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Für diese Tierquälerei kann das Gericht eine Freiheitsstrafe verhängen.

Groß ist die Hoffnung, dass sich die Hündin von der schrecklichen Misshandlung erholt. Im Tierheim ließ sie am Dienstag niemanden an sich heran, so groß ist das Trauma.

Die Nachricht, dass die Mischlingshündin die brutalen Hammerschläge überlebt hat, erleichterte die Anwohner der Brahmsstraße gestern sehr. „Ich höre immer noch die stumpfen Schläge“, so eine Nachbarin, die gar nicht fassen kann, dass es Menschen gibt, die zu solch brutalem Vorgehen fähig sind, „das war eine Horrorsituation!“

Carmen Fürstenau

http://www.derwesten.de/staedte/hemer/s ... 69994.html



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 Betreff des Beitrags: Re: Seniorin in Hemer wollte Hündin mit Hammer töten
BeitragVerfasst: 07.08.2014, 10:06 
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Hündin Lulu bleibt nach Hammer-Attacke im Tierheim
06.08.2014 | 15:29 Uhr

Hemer. Eine Seniorin hatte sich den Hund angeblich nur zum Gassigehen ausgeliehen und schlug dann mit dem Hammer auf Lulu ein, um sie zu töten: Die Tat einer 72-Jährigen sorgt nicht nur in Hemer für Entsetzen.

Auch einen Tag nach der Attacke mit einem Hammer bleibt die Hündin weiterhin im Iserlohner Tierheim. Verängstigt sitzt das Tier, das auf den Namen Lulu hört, in der Ecke, lässt niemanden an sich heran. Das Kreisveterinäramt gibt die Hündin nicht frei, bis sie sich erholt hat, zu schwerwiegend sind die Verletzungen.

Im Tierheim hat man schon einiges an verwundeten Hunden gesehen, aber Lulu hat es ebenfalls schlimm erwischt. Nicht nur körperliche Schäden trägt sie davon, auch die kleine Hundeseele leidet.

Hündin Lulu sollte in gute Hände vermittelt werden

Am Dienstagmorgen war das Tier durch Schläge mit einem Hammer malträtiert worden; die 72-jährige mutmaßliche Täterin gab gegenüber der Polizei an, den Hund töten zu wollen (wir berichteten exklusiv).

Lulu kommt eigentlich aus Menden, war aber auf Zeit bei einer Hemeraner Familie untergebracht, die den Hund nach eigenen Angaben in gute Hände weiter vermitteln wollte, um ihn vor dem Tierheim zu bewahren.

„Die Hündin war erst drei Wochen bei uns. Ich bin völlig geschockt“, sagte die Mutter der Familie im Gespräch mit der Heimatzeitung. An besagtem Dienstagmorgen habe die Seniorin, die sie nach ihren Angaben erst seit kurzem kennt, um 9 Uhr an der Haustür geschellt. Die 37-Jährige sei noch im Schlafanzug gewesen und habe den Besuch abwimmeln wollen und gesagt, dass sie jetzt keine Zeit habe. Daraufhin habe die Seniorin signalisiert, dass sie mit dem Hund spazieren gehen wolle und dass die Familienmutter ihn später ja wieder abholen könne, wenn sie zu Hause alles erledigt habe.

„Wenn ich geahnt hätte, was passiert, hätte ich den Hund niemals mitgegeben“, so die derzeitige Pflegerin, die gestern und vorgestern mehrfach versucht hat, die Hündin wieder zu sich zu holen. „Ich bin doch ihre Bezugsperson“, sagt sie. Für das Veterinäramt ist zurzeit aber noch gar nicht geklärt, wer der eigentliche Besitzer des Hundes ist. Deshalb ist es auch nicht klar, wann die vierjährige Lulu das Iserlohner Tierheim wieder verlässt. Zudem gehen die Tiermediziner davon aus, dass Lulu vor der Hammer-Attacke nicht artgerecht gehalten worden ist, worauf die Hautkrankheit deuten könnte. Diese Information gab es am Mittwoch aus der Pressestelle des Märkischen Kreises. Die Untersuchungen laufen weiter.

Auf dem Grundstück an der Brahmsstraße geschah am Dienstag gegen 9.50 Uhr – keine Stunde nachdem der Hund „ausgeliehen“ worden war, das Unfassbare. Die alte Dame holte einen Hammer und schlug auf die hilflose Hündin ein. Beim Eintreffen der Polizei erklärte sie zunächst, gar keinen Hund zu haben – bis das Tier schwer verletzt gefunden wurde.

Energisches Einschreiten der Nachbarn die Rettung

Durch das energische Einschreiten der Nachbarn und die Alarmierung der Polizei konnte das Hundeleben gerettet werden. Immer noch hat eine Anwohnerin das „Schreien“ des Tieres und das dumpfe Schlagen im Ohr, kann immer noch nicht fassen, was in der direkten Nachbarschaft geschehen ist. Die vorübergehende Pflegerin des Tieres beschrieb die Seniorin am Dienstag als eine Frau mit einem gehörigen Wissen, was Pflanzen und Kräuter betrifft. Hündin Lulu hat Probleme mit der Haut, die habe sich die Seniorin mal genauer anschauen wollen. „Ich war ein paar Mal dort. Die Frau war immer sehr dominant. Ich hatte manchmal ein komisches Gefühl in der Magengegend“. Dass sich echter Tierhass hinter der lächelnden Fassade verberge, das habe sie aber nicht vermutet.

Auf dem Grundstück der Hemeranerin zeugen einbetonierte Scherben auf dem Torrahmen und im Garten mit der Nadel nach oben aufgestellte Spritzen davon, dass Tiere bei ihr nicht erwünscht sind.

Nach dem Abschluss der polizeilichen Ermittlungen entscheidet die Staatsanwaltschaft, wie weiter mit diesem Fall umgegangen wird und ob die 72-Jährige sich vor Gericht verantworten muss.

Carmen Fürstenau

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Der misshandelte Hund aus Hemer wird im Tierheim Iserlohn untergebracht.Foto: Michael May

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Hündin Lulu ist veränstigt.Foto: Michael May

http://www.derwesten.de/staedte/hemer/h ... 3176.html#



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