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 Betreff des Beitrags: Wölfe kommen näher
BeitragVerfasst: 07.08.2014, 11:54 
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Experten in NRW bereiten sich vor / Staatssekretär informiert sich in Olderdissen
VON KRISTINE GRESSHÖNER

Bielefeld. 90 Kilometer vor der Stadtgrenze wurden sie bereits gesichtet: In Diepholz streunen wildlebende Wölfe durch den Landkreis. Grund genug für einen Ortstermin am Wolfsgehege in Olderdissen: NRW-Staatssekretär Horst Becker sprach mit Experten über die Rückkehr des in Deutschland fast 100 Jahre verschwundenen Tieres.

Die Wölfinnen Ronja und Smilla ließen sich trotz Fütterung nur kurz blicken, als Becker an ihrem Gehege stand. "Sommertour Wildes NRW" nennt das NRW-Umweltministerium unter Johannes Remmel (Grüne) die Aktion, bei der Becker zuletzt die Biber im Kreis Düren besucht hatte – auch die sind von Interesse, weil sie eine bedrohte Art sind. Nun also Olderdissen – ein "Hotspot" der heimischen Tierarten, wie Becker sagt. Nun also Wölfe: 28 Rudel sind in Deutschland derzeit bekannt, die meisten in Sachsen und Brandenburg. Ein Rudel besteht oft aus zwei erwachsenen Tieren und zwei bis zehn Jungtieren.

"Was man schätzt, ist man eines Tages auch bereit zu akzeptieren", warb Becker für den Wolf als Sympathieträger. Es gebe aber "einen Spannungsbogen". Der besteht zwischen Wolf-Befürwortern auf der einen Seite und Bevölkerung, Schafzüchtern und Jägern auf der anderen. Das bestätigte Matthias Kaiser, Leiter des Arbeitskreises Wolf vom Landesumweltamt (LANUV): "Wir müssen auf ein Nebeneinander hinarbeiten."

Mittlerweile gibt es 25 sogenannte Luchs- und Wolfsberater in NRW: Eine davon ist Försterin Friederike Wolff aus Beverungen. Sie sagt: "Der Widerstand bei den Schäfern ist groß." Der Verband gehe aber konstruktiv-kritisch mit der wachsenden Zahl der Wölfe um.

Wolff ist Ansprechpartnerin, wenn ein Schäfer Anspruch auf finanzielle Entschädigung geltend machen will: Wird ein Nutztier von einem Wolf gerissen, zahlt die Landesregierung eine Entschädigung. Der Halter muss allerdings nachweisen, dass tatsächlich ein Wolf am Werk war: Um die Bissspuren und Hinterlassenschaften richtig zu deuten, sichten die Wolfsberater daher zu Übungszwecken Aas und Wolfs-Kot. "Wir riechen auch daran, um den Unterschied zum Hund erkennen zu können."

Dass demnächst Wölfe im Teutoburger Wald leben, und das dauerhaft, hält Jan Preller von Wald und Holz NRW, für Spekulation: "Vorerst werden Ronja und Smilla die einzigen Wölfe in Bielefeld bleiben." Eines Tages werde vermutlich ein einzelner Wolf zu sehen sein, ist sich der Forstwirt sicher.

Im April wurde im rund 90 Kilometer entfernten Barnstorf (Landkreis Diepholz) ein Jungwolf fotografiert: Dass dieser sich bald – typisch für ein junges Tier – ein neues Revier sucht und dabei durch die Kreise Minden-Lübbecke oder Höxter wandert, hält der Experte indes für deutlich wahrscheinlicher, als dass der Wolf in den Teutoburger Wald kommt.

Info

Rückkehr eines Raubtieres

Der Wolf gilt in NRW seit 170 Jahren als ausgestorben.

Seit 14 Jahren entwickelt sich eine neue Wolfspopulation: Im Bundesgebiet sind 28 Rudel bekannt, davon drei im benachbarten Niedersachsen.

Experten gehen davon aus, dass Wölfe in NRW zuerst in der Eifel oder in Ost- und Südwestfalen gesichtet werden.

Im Herbst 2009 stattete ein im hessischen Reinhardswald lebender Wolf dem benachbarten Kreis Höxter einen Besuch ab und riss ein Schaf.

www.wolf.nrw.de

http://www.nw-news.de/owl/bielefeld/mit ... aeher.html



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Ich mußte meinen Heiligenschein wieder abnehmen,er hat gegen die Hörner gedrückt.

Jede Nacht sitzt der Teufel an meinem Bett und bewundert sein Meisterwerk.
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